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05.01.2010 | Südkurier
Malteser sorgen für Gelächter

Die Theatergruppe der Malteser-Ortsgruppe Wald nahm ihren verdienten Schlussapplaus entgegen.
Foto: Häusler

Wald (sah) Eine neue Seite in der glanzvollen Theater-Ära der Malteser Theatergruppe wurde beschrieben. „Lustig wie immer“, „Super“, „Klasse“ bescheinigten die etwa 360 Zuschauer begeistert. Das Lustspiel „Die Erbtante aus Amerika“ feierte mit den „bewährten alten Hasen“ und den beiden Neueinsteigerinnen Steffi Lernhart und Vanessa Ausfelder eine begeisternde Premiere.

Restlos ausverkauft war die Premierenvorstellung in der Zehn-Dörfer-Halle, freute sich Kassierer Ralf-Peter Hipp. Mit lokalen Einfärbungen sorgten die begabten Darsteller allesamt für drei kurzweilige, unterhaltsame Stunden. Kaum eine Verschnaufpause gönnten sie dem Publikum, so rasch folgten die Witze und Pointen aufeinander. So mancher wischte sich vor lauter Lachen die Tränen aus den Augen. Für die Maske waren Brunhilde König und Elke Veeser verantwortlich. „Mir kommed nochmal“, riefen einige Zuschauer.

Einen typischen Männerhaushalt führen Opa Hans Hurgele (Clemens Veeser), dessen verwitweter Sohn Karl Hurgele (Dieter Fox) und Enkel Thomas (Frank Krall). So vernachlässigt wie der Haushalt ist auch deren Erscheinungsbild. Kein Wunder also, dass die Frauen bei ihnen nicht Schlange stehen. Postbote Max Seiferle (Michael Fox) ist der Überbringer des verhängnisvollen Telegramms, mit dem die Erbtante Barbara (Silvia Scholl) den Besuch mit Tochter Lissy (Steffi Lernhart) ankündigt. „Dia wohnt doch z' Amerika, wia ka dia mit em Zug komme?“, fragt sich Karl Hurgele (Dieter Fox). 

Der überraschende Besuch versetzt die Männer geradezu in Panik. Opa Hans Hurgele braucht seine Herztropfen und wünscht sich: „Hoffentlich hält des der Keilriemen vo mei'm Herzschrittmacher aus!“ Nun muss er beichten, dass er seit Jahren in seinen Briefen Tante Barbara belogen hat, um den Dollarsegen immer wieder von Neuem fließen zu lassen. Nur vier Stunden bleiben den Dreien, um eine Verlobte für Sohn Thomas, eine Frau für Karl und eine Haushälterin herbeizuzaubern und den Opa verschwinden zu lassen, weil dieser gestorben ist. „Langsam wird des Ganze kriminell“, findet Karl Hurgele, doch alles Lamentieren hilft nichts, wenn der Schwindel nicht auffliegen soll, „jetzt ka uns bloß no a Wunder helfen.“

Das altjüngferliche Fräulein Klara Dipfele (Ramona Briehn) aus der Leihbücherei und die junge Bärbel Wargele (Vanessa Ausfelder), eine Bekannte von Thomas, erklären sich schließlich bereit, bei diesem Schwindel mitzuspielen.

Doch wer sind die beiden anderen Frauen, die auf einmal in der Stube stehen und sich als Ehefrau von Karl und Verlobte von Thomas ausgeben? Die Männer zweifeln nun bald an ihrem Verstand und Karl weiß nicht mal mehr, ob er nun verheiratet ist oder nicht.

Selbst Max Seiferle denkt, er habe Halluzinationen, und will dem Alkohol abschwören, denn die Haushälterin Josephine sieht aus wie seine verstorbene Gattin. Um dem ganzen Schauspiel ein Ende zu bereiten, wird ein Arzt, der dem angeblich verstorbenen Opa sehr ähnlich sieht, gerufen.

Die nächste Aufführung ist am morgigen Mittwoch, 6. Januar um 19 Uhr in der Zehn-Dörfer-Halle in Wald.

 
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